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Skireisen


Tschagguns (AUT) 2005: Aller Anfang ist schwer
2005 war ich in der 10. Klasse und zusammen mit unseren Lehrern Herrn Stüsser und Herrn Ruhl fuhren wir im Februar auf Klassenreise ins österreichische Montafon. Untergebracht waren wir in einer gemütlichen Berghütte auf etwa 1500m Höhe. Tschagguns Einschließlich mir waren wir insgesamt drei Anfänger, die morgens dann mit Herrn Stüsser per Sessellift ins Tal und von dort mit dem Skibus ins Golm-Gebiet fuhren. Der Rest fuhr mit Herrn Ruhl auf Skiern einen Ziehweg direkt zur Golmer Talstation entlang.

Als wir das erste Mal mit der Gondel auf den Berg fuhren, war ich total aufgeregt und freute mich tierisch, endlich nach Jahren des Wartens das zu tun, wovon ich so lang nur hatte träumen können: Skifahren! Eine gute Stunde später saß ich - von meiner Unfähigkeit, auch nur ansatzweise Schneepflug zu machen, frustriert - vor dem Bergrestaurant und wartete auf Herrn Stüsser, der zunächst mit einer anderen Gruppe mitgefahren war und mich nun abholen wollte. Die nächsten zwei Tage konnte ich sozusagen Privatunterricht genießen, da ich von den drei Anfaängern der einzige war, der sich mit Technik und Überwindung schwertat. Immer wieder ging es den Idiotenhügel runter, immer wieder packte ich mich hin, das einzige, was ich recht zeitig lernte, war das Schlepplift-fahren.
Am zweiten Tag hatte ich mit einem Mal, so schien es, den Bogen des Schwingens raus und als sich Tschagguns der Nebel vom Vormittag verzogen hatte, wollten Stü und ich die blaue Abfahrt zur Mittelstation in Angriff nehmen. Als ich hier die Kontrolle verlor und mich erneut hinlegte
("Bremsen, Luciano! Bremsen!!!" - "Ja wie denn bitte???"), war es mit dem Selbstvertrauen erstmal aus.

Erst zwei Tage später nahm ich mir, diesmal zusammen mit einer Freundin die Abfahrt wieder vor. Als dies gut klappte, gingen wir zu anderen Pisten über, teils roten, teils blauen. An den letzten Tagen der Reise ließ sich dann fast durchgehend die Sonne blicken, nachdem es bei unserer Ankunft geregnet und die ersten Tage fast durchgehend geschneit hatte. Mehr und mehr verlor ich meine Angst, doch den größten Spaß verspürte ich leider erst bei meinen letzten Schwüngen auf der Reise, die dann viel zu schnell endete. Die Gegend, das tolle Winterwetter und die gemütliche Atmosphäre hab ich aber weiterhin in guter Erinnerung.



Hamburg/Bungsberg (GER) 2006: Das Gottesgeschenk
Während ich hier sitze, diesen Bericht schreibe und es draußen bei 6°C - wie schon seit Tagen - regnet, denke ich melancholisch an den Winter 05/06 zurück. Ende Dezember fiel der erste Schnee. Bungsberg Es war viel und er blieb einige Tage liegen. Den ganzen Januar über war es fast durchgehend kalt und hin und wieder lag auch mal ein bisschen Schnee. Im Februar war es etwas wärmer, aber überwiegend sonnig, man war schon fast in Frühjahrsstimmung, während in Turin die Olympiade lief. Dann kam Anfang März der Knaller: Völlig unerwartet fielen in Hamburg 30cm Schnee. Eine Menge, die man in Norddeutschland schon gar nicht mehr kannte.

Es waren Ferien, ich hatte Zeit. Mit gemieteten Langlaufskiern machte ich ein Wochenende lang den Jenisch Park unsicher, auch wenn es auf dem festgetretenen und vereisten Schnee im Laufe der Zeit schwieriger wurde. Es blieb jedoch noch einige Tage kalt. Es war klar, die Sonne schien, man hätte auch meinen können, man wäre irgendwo in der Schweiz. Morgens mit den Skiern zum Park zu laufen, war schon ein Erlebnis für sich.

Als am Montag der Skiverleih wieder öffnete tauschte ich die Langlaufskier gegen ein paar alpine ein Hamburg und wollte damit in Deutschlands nördlichstem Skigebiet fahren. Entgegen der weit verbreiteten Meinung liegt besagte Skistation aber nicht im Harz, sondern in Schleswig-Holstein. Der höchste Berg des Bundeslandes, der Bungsberg liegt nicht weit von der Ostsee entfernt und verfügt über einen Schlepplift, der an verschneiten Tagen in Betrieb ist. Die Abfahrt dort dauert nur etwa eine halbe Minute, aber dafür, dass der Anfahrtsweg nicht allzu weit ist, lohnt es sich doch. Und mit der verschneiten Hügellandschaft im Hintergrund, griffigem Schnee unter den Brettern und einigen weiteren lockeren Skiläufern auf der "Piste" machte das ganze unheimlich Spaß. Ich fuhr zunächst wieder sehr zaghaft ab, aber später bekam ich eine gewisse Lockerheit in den Fahrstil. Spätnachmittags ging es dann nach hause. Das Wetter blieb noch ein paar weitere Tage traumhaft winterlich...



Leukerbad (SUI) 2007: Jetzt gehts richtig los
Unterm Strich war ich nach besagtem Traumwinter 05/06 doch etwas unglücklich, da ich schon gerne irgendwo in den Bergen gewesen wäre. Deshalb begann ich schon zeitig, für 2007 zu planen, Kosten zu berechnen, Adressen herauszusuchen. Als ich jedoch im Internet auf die Ausschreibung der Jungendskireise nach Leukerbad von der TSG Bergedorf stieß, stellte ich meine Planungen um und meldete mich hierfür an.

Mit eigentlich viel zu langen und uralten Skiern aus dem Skipool meiner Schule im Gepäck fuhr Leukerbad ich somit das erste Mal in meinem Leben in die Schweiz und war von der Bilderbuch-Landschaft trotz des Regenwetters bei der Anreise begeistert. Am ersten Nachmittag wurde gleich Ski gefahren. Als ich sah, dass die Anfänger erstmal alles von der Pike auf erklärt bekamen, schloss ich mich den Fortgeschrittenen an. 10 Minuten und etliche Stürze später wurde ich mit der Gondel wieder nach oben geschickt und fuhr ab dem nächsten Tag bei den Anfängern mit.

Das war sehr gut, da ich in der Zwischenzeit doch so einiges verlernt hatte und mich in der Anfängergruppe wesentlich wohler fühlte. Es dauerte gar nicht so lange bis wir uns auch auf die schwarzen Pisten des Skigebietes begaben - inklusive einer alten Weltcup-Abfahrt mit einem höllisch steilen Schlusshang - und innerhalb kurzer Zeit hatte ich das Torrent-Gebiet kenne und lieben gelernt. Unsere Unterkunft war zwar vom Komfort her eher spartanisch, aber erstens störte das niemanden und zweitens ist das bei über 80 Mitreisenden wohl auch nicht anders möglich. Dafür hatten wir tollen Blick auf die Skihänge und das Rhone-Tal und konnten morgens quasi aus dem Bett auf die Piste springen, da das Hotel mitten im Skigebiet auf 2200m Höhe lag.

Durch das Rahmen-Programm wurde die Reise noch abwechslungsreicher: Regelmäßig gingen wir unten im Dorf ins Burgerbad, dem größten Thermalbad Europas, es gab diverse Spiele-, Film-, Disco- Leukerbad und Singstar-Abende, eine Fackelabfahrt im Dunkeln, ein Slalom-Rennen und ein Ski- und Snowboardsprngen. Wenn einem sonst noch langweilig war, spielte man halt Karten. Regelkundige gab es in der Gruppe genug. Überhaupt war die Reise-Gruppe sehr nett und so sind auf der Reise auch viele Freundschaften entstanden. Nachmittags fuhren wir zudem meist ohne Betreuer und in Gruppen von mindestens drei Leuten. Abends konnte man dann vom Hotel aus den Sternenhimmel und die Lichter von unten aus dem Tal genießen.

Stürze hab ich auch auf dieser Reise vor allem in der ersten Woche zahlreiche gehabt, aber keiner ist schlimmer ausgegangen. Einmal verlor ich auf dem völlig vereisten Steilhang der Weltcup-Strecke die Kontrolle und rutschte auf dem Hintern unkontrolliert und immer schneller den Hang hinunter, während Betreuer und Mitfahrer meine Skier und Stöcke einsammeln durften. Den "übelsten" Sturz hatte ich in der zweiten Woche als ich übersah, dass nach einem Hügelchen die Piste sehr stark abfiel. Unerwartet hatte ich mit einem Mal gut einen halben Meter Luftstand, verlor die Kontrolle und knallte auf den Rücken. Dank meines Helmes ist mir aber, außer ein bisschen Schädelbrummen nichts weiter passiert.

Der letzte Abend wurde zeremoniell gefeiert, beim Packen gab es ein ziemliches Chaos, die Rückreise im Bus hingegen war wieder sehr entspannt. Rückblickend waren das zwei wirklich tolle Wochen, auf denen ich das Skifahren eigentlich erst richtig gelernt habe. Und übrigens: meinen Spitznamen Lychee hab ich auch auf dieser Reise erhalten ;-)



2008: Braunlage (GER), Pec pod Snezkou (CZE), Spitzingsee (GER), Kreischberg (AUT) oder Leukerbad (SUI)???
Das Thema Skireise 2008 ist bereits gelaufen. Die folgenden Skigebiete kamen für mich in Betracht:
- Braunlage ist sehr nah und es lohnt sich auch ein kürzerer Aufenthalt, nur ist der Harz im März nicht besonders schneesicher.
- Pec im Riesengebirge ist äußerst günstig und hat ein kleines aber nettes Skigebiet, schneesicher ist es da auch, nur Sprache und Anreise stellen Schwierigkeiten dar.
- Das Skigebiet am Spitzingsee in Oberbayern ist leichter zu erreichen und macht auch einen sehr schönen Eindruck, zudem ist der Skipass sehr preiswert, nur die Schneesicherheit macht mir Sorgen.
- Kreischberg hat ein tolles, sportlich orientiertes Skigebiet und eine recht hohe Schneesicherheit, die Preise sind dort nur etwas höher als anderswo und die weite Anreise in die Steiermark stellt auch ein Problem dar.
- Die TSG-Reise nach Leukerbad ist relativ lang und entsprechend teurer als die anderen. Allerdings hätte ich hier schon eine sichere Gruppe und ein schönes Skigebiet in Aussicht.

Meine Entscheidung hab ich schon getroffen und alles gebucht. Was es letztlich geworden ist, gebe ich hier kurz vorher bekannt...

Meine Ski-Reise 2008 geht nach Leukerbad / Loeche-Les-Bains!

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